Ziele des genetischen Monitorings

In GenMon werden der Zustand und die räumlichen und zeitlichen Veränderungen der genetischen Systeme in 14 Buchen- und 10 Fichten-Beständen erfasst. Dies geschieht anhand von Kriterien, Indikatoren und Verifikatoren. Kriterien sind dabei wesentliche Kennzeichen des Systems, die anhand von Datenparametern erhoben werden. Indikatoren zeigen an, ob das System intakt ist (z.B. das Paarungssystem). Verifikatoren dienen der Überprüfung dieser Feststellungen (z.B. Keimprozent, Hohlkornanteil).

Das genetische System umfasst neben Populationsstrukturen alle Prozesse zur Speicherung, Neusynthese, Realisierung, Reparatur und Weitergabe der genetischen Informationen. Über bestimmte Merkmale (z.B. Blüte, Fruktifikation, Verjüngung) sichern sich die Pflanzen den eigenen Fortbestand über Generationen hinweg.

 

GenMon leistet damit einen essentiellen Beitrag zur Abschätzung und Bewertung der Wirkung von Einflussfaktoren auf die genetische Vielfalt und damit auf die Anpassungsfähigkeit von Baumpopulationen.

 

  • In GenMon wird ein deutschlandweites genetisches Monitoringnetz für die Baumarten Buche und Fichte eingerichtet.
  • Es werden räumliche und zeitliche Veränderungen der genetischen Variation nach einheitlichen Verfahren beobachtet.
  • Die Ergebnisse des genetischen Monitorings liefern Informationen über den gegenwärtigen Zustand des genetischen Systems. Daraus lassen sich Veränderungen auf höheren Ebenen (Bestände, Waldökosysteme) abschätzen. Die Feststellungen fungieren als „Frühwarnsystem“ im Klimawandel.
  • GenMon hat eine große Bedeutung für die forstliche Praxis. Die genetischen Ressourcen beeinflussen die Stabilität und Wertschöpfung von Waldbeständen. Die Optimierung des genetischen Systems gewährleistet ein nachhaltiges Management von Waldökosystemen.