Weiterentwicklung des Umweltmonitorings

Das Umweltmonitoring in Waldökosystemen erfasst die langfristige Veränderung des Waldzustandes. Obwohl sich alle baumbezogenen Merkmale aus der gemeinsamen Wirkung von Umwelt und Genotyp ergeben, wird die genetische Ebene als essentielle Grundlage der Anpassungsfähigkeit im Rahmen des forstlichen Umweltmonitorings bisher noch nicht ausreichend berücksichtigt. 

 

Mit GenMon lassen sich die Veränderungen der genetischen Systeme nachverfolgen und somit Zusammenhänge zwischen dem Umfang der genetischen Variation und dem Anpassungspotential von Populationen feststellen. Dies geschieht über wiederholte Zustandserfassungen und das Studium von Zeitreihen. Unter den Bedingungen des Klimawandels sind diese Anpassungspotentiale von großer Bedeutung.

 

GenMon kann das bisherige Umweltmonitoring um die eine wichtige Komponente ergänzen. 

 

Umsetzung des "Konzeptes zum genetischen Monitoring für Waldbaumarten in der Bundesrepublik Deutschland".

GenMon basiert auf dem, von der Expertengruppe „Genetisches Monitoring“ im Jahre 2004 im Auftrag der Bund-Länder-Arbeitsgruppe (BLAG) „Forstliche Genressourcen und Forstsaatgutrecht“ erarbeiteten "Konzept zum genetischen Monitoring für Waldbaumarten in der Bundesrepublik Deutschland". Das Konzept beschreibt die wissenschaftlichen Grundlagen, die Methodik sowie die praktische Umsetzung. Aus diesem Konzept hat die BLAG einen Handlungsleitfaden entwickelt, der die Einrichtung und Durchführung des genetischen Monitorings bestimmt und einheitliche Erfassungs- und Auswertemethoden festlegt. Die Erprobung im Feld erfolgte zwischen 2005 und 2008 in zwei Pilotstudien für die Baumarten Rotbuche und Vogelkirsche. Die hierbei eingerichteten Flächen gingen allerdings nicht über eine genetische Erstinventur hinaus.

 

In GenMon wird das Konzept auf 14 Flächen für Buche und 10 Flächen für Fichte angewendet.

Nach Ende der Projektlaufzeit werden die Beobachtungsflächen in die Langzeitbeobachtung überführt.